Brandeinsatz Autohaus Gruber Villacherstr.
17 Januar 2002, 06:08
Rauchschäden, die in keinem Verhältnis zum Brandschaden standen, waren das Ergebnis eines Einsatzes der Freiwilligen Feuerwehr Spittal/Drau, zu dem sie am Donnerstag, dem 17. Jänner 2002 um 06.08 Uhr früh gerufen wurde.
Ein LKW Lenker einer Schuhfabrik die an das Autohaus angrenzt, hat auf Grund von verdächtiger Rauchentwicklung im Dachbereich den Brand gemeldet. Nach Eintreffen des ersten Löschfahrzeuges konnte von außen keine Lokalisierung des Brandes gemacht werden. An der Kante der Dachfläche konnte man erkennen, dass im weitläufigen Werkstattbereich ein Brand ausgebrochen war. Nach Vorbereiten eines Innenangriffs mit HD-Rohr und schwerem Atemschutz wurde an der Nordseite ein Fensterelement eines Falttores eingeschlagen und in weiterer Folge das Tor geöffnet. Die vor dem Angriffstrupp liegende Halle war bis auf eine Höhe von einem Meter über dem Boden von der Decke mit schwarzem Rauch gefüllt. Auf Grund der vorgefundenen Lage wurden ein weiteres Tanklöschfahrzeug sowie die DLK angefordert. Mit einem mittlerweilen eingetroffenen Mitarbeiter des Betriebes wurde an der Südostseite des Gebäudetrakts ein weiteres Schiebetor geöffnet, sodass der in Stellung gebrachte Druckbelüfter eingesetzt werden konnte. Auch in diesem Gebäudeteil war bis auf einen Meter vom Boden Rauch zu verzeichnen.
Durch diese Einsatzmaßnahme konnte die Lage des Brandes, der unmittelbar an die einsehbare Halle angrenzte, lokalisiert und bekämpft werden. Bei einem LKW war es zu einen Schwellbrand gekommen. Die fahrerseitigen hinteren Zwillingsräder des Fahrzeuges waren auf Grund eines elektrischen Defekts (nach Ermittlung der Branderhebungs-kommission) in Brand geraten. Weiters war im unmittelbaren Bereich des Schadensbereiches ein Fahrzeugladekran aufgebaut und die Hydraulikleitungen waren teilweise beschädigt. Ein Stellungswechsel der mittlerweilen zwei Druckbelüfter an das südöstlich gelegenen Schiebe-tor brachte merkbaren Erfolg. Der gesamte Werkstattbereich war in kürzester Zeit soweit vom Rauch befreit, dass Atemschutzträger gefahrlos die übrigen Hallentore, die ins Freie führten, öffnen konnten. Fahrzeuge, die sich im unmittelbaren Gefahrenbereich befanden, wurden von Atemschutzträgern aus der Halle gestellt.
Der Brand konnte rasch unter Kontrolle gebracht werden. Ein Lageüberblick ergab, dass der gewählte Angriffsweg auf der Nordseite sich als richtig und als der kürzeste herausstellte. Dadurch waren die Angriffstrupps in diesem Bereich nicht durch Werkstattgruben – drei an der Zahl, nicht gefährdet.
Nach Rücksprache mit dem Firmeninhaber wurden alle Fahrzeuge, die sich in der Halle befanden, evakuiert. Sämtliche Fahrzeuge waren mit einer dicken Russschicht bedeckt, die Fahrgasträume waren ebenso durch die Russablagerungen schwer in Mitleidenschaft gezogen. Im Ausstellungsraum, sowie in den Büroräumen und dem Magazin waren ebenfalls von Rauchgasen beeinträchtigt, die nach und nach mit Hilfe der Druckbelüfter gereinigt wurden. Fazit nach diesem Einsatz – geschlossene Türen bzw. Brandabschnitte und eine an das örtliche Brandmeldenetz angeschlossene Brandmeldeanlage hätte Millionenschäden verhindert.
Der Einsatz konnte um 08.00 Uhr abgeschlossen werden, beteiligt waren zwei Tanklösch-fahrzeuge, eine Drehleiter, ein KDOF sowie ein MTF mit 26 Mann.
HBI BRUNNER Franz
Statistik
| Einsatzart Mannschaft Einsatzdauer Fahrzeuge |
Brand/Mittelbrand 27 Mann 1h 42 KDOF TLF 4000-1 TLF 4000-2 DLK 30 |
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