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post Brandeinsatz in Berg

16 März 2002, 15:28

Brandeinsatz in Berg

Statistik

Einsatzart
Mannschaft
Einsatzdauer
Fahrzeuge
Brand/Grossbrand
21 Mann
4h 27
LF-8

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post Kaminbrand Ponauerstrasse 54

16 März 2002, 07:44

Rauchaustritt im Gesamten Gebäude. Verständigung des Zuständigen Rauchfangkehrers Hr.Biermann,Gemeinsames Ausräumen des Kamins Kontrolle mit Wärmebildkammera.

Statistik

Einsatzart
Mannschaft
Einsatzdauer
Fahrzeuge
Brand/Kleinbrand
21 Mann
1h 3
TLF 4000-1 TLF 4000-2 DLK 30

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post Brandeinsatz Krankenhaus Samonig

12 März 2002, 04:58

Bericht der Feuerpolizei des KLFV OBR Ing. SCHREIER Dietmar

Im Zuge der Ermittlungen der Kriminalabteilung des Landesgendarmeriekommandos für Kärnten nahmen auch Sachverständige der Feuerpolizei des Kärntner Landesfeuerwehrverbandes an der Brandursachenermittlung teil.

Aufgrund der vorgefundenen Abbrandspuren konnte man in einer Bodenvertiefung des Heizungsraumes im Kellergeschoß den Ausbruchsort des Schadensfeuers feststellen. Die weiteren Untersuchungen ergaben, dass im Bodenbereich bei einer dort verlegten elektrischen Leitung durch einen Isolationsdefekt ein Kurzschlusstrom durch seine Verlustwärme brandauslösend gewirkt hat. Im Bodenbereich verlegte elektrische Leitungen sind als kritisch zu werten, zumal sie verstärkt mechanische Einwirkungen aber auch Feuchtigkeit und dergl. ausgesetzt sind.

Bemerkenswert bei diesem Brandfall ist jedoch die Tatsache, dass im Heizraum keine automatischen Brandmelder (Wärmemelder) angeordnet waren. So wurde das Brandereignis erst durch Ansprechen eines Brandmelders im Maschinenraum der Aufzugsanlage, der sich im Dachboden über dem 3. Obergeschoß befindet, detektiert. Dies ist wiederum ein Indiz dafür, dass die notwendige brandbeständige Ausführung des Heizraumes nicht gegeben war. Es konnten sich die Brandgase über Mauerdurchbrüche im Heizraum über den Liftschacht bis zum Maschinenraum ausbreiten.

Insbesondere hat in einem Krankenhaus der bauliche Brandschutz einen hohen Stellenwert, da in den meisten Fällen eine Evakuierung der Patienten nicht möglich ist.

Auch ist es erforderlich, dass eine unverzügliche automatische Brandalarmweiterleitung zur Feuerwehr erfolgt, sodass subjektive menschliche Schwächen ausgeschalten werden. Dies ist umso wichtiger in den Nachtstunden, da durch das fehlende Personal eine rasche Brandentdeckung und Durchführen von ersten Löschversuchen nicht stattfinden kann.

Vorteilhaft war, dass der Heizraum über zwei Lichtkuppeln mit dem Freien verbunden war, sodass eine Entqualmung durch Einsatz von Druckbelüftungsgeräten rasch erfolgen konnte. Neben der Brandabschnittsbildung ist bei den Kellerräumen auch die Entlüftungsmöglichkeit ins Freie aus der Sicht des vorbeugenden Brandschutzes ein wesentliches Anliegen.

Neben der raschen Löschtätigkeit war auch die Entrauchung des Gebäudes die Voraussetzung dafür, dass eine Gefährdung von Patienten beim gegenständlichen Brandereignis nicht eintrat.

Die Freiwillige Feuerwehr Spittal an der Drau konnte Aufgrund ihres beherzten Einsatzes das Schadensausmaß in Grenzen halten und eine Gefährdung der Patienten verhindern.

Bericht des Einsatzleiters der Feuerwehr Spittal/Drau HBI BRUNNER Franz

Am Dienstag, 12. März 2002 um 04:58 Uhr früh, wurde die Freiwillige Feuerwehr Spittal/Drau mittels Sirene zu einem Brandeinsatz im öffentlichen Krankenhaus Spittal alarmiert. Die Einsatzmeldung “Rauchentwicklung im Krankenhaus”. Da es bereits mehrmals Alarme in diesem sensiblen Objekt gegeben hat, wurden schon bei der Anfahrt des ersten Tanklöschfahrzeuges Atemschutzgeräte angelegt. Als das Einsatzobjekt in Sichtweite war, konnte man schon leichte Rauchentwicklung im straßenseitigen Bereich des Krankenhauses feststellen. Die Einweisung erfolgte durch den Gärtner des Betriebes, der als Brandort den Heizungsbereich des Objektes angab.

Für die Einsatzleitung war sofort klar, dass hier rasch und effizient gearbeitet werden musste, denn die Heizungsanlage befindet sich im Kellerbereich des Altgebäudes des mehrmals ausgebauten Krankenhauses und war durch keinerlei Brandschutzmaßnahmen wie Brandabschnitte bzw. Brandmeldeanlagen gesichert. Die Gefahr, dass es zu einer Verrau-chung des Gebäudes kommen kann, war groß und hätte zu einer Evakuierung von ca. 100 in diesem Gebäudebereich untergebrachten Patienten geführt. Mit Handfeuerlöschern ausgerüstet, wurde vorerst eine Erkundung mit schwerem Atemschutz vorgenommen.

Im weitläufigen, verzweigten Kellerbereich, in dem sich die Heizungsanlage sowie eine Verbrennungsanlage für Krankenhausabfälle, sowie eine Rauchgaswaschanlage befindet, war im vorderen Bereich schon leichter Rauch festzustellen. Je näher man sich der Heizungsanlage näherte, um so mehr verdichtete sich der Brandrauch. An der unmittelbaren Brandstelle reichte dieser bis ca. 50 cm über dem Boden und es war Flammenbildung an die Heizungsanlage angrenzende Rauchgaswaschanlage erkennbar. Vom Vorort anwesenden Einsatzleiter wurde sofort der Einsatz mit dem vorbereiteten HD-Rohr entschieden. Weiters wurde die Feuerwehr St.Peter-Spittal alarmiert, sowie die KELAG, da das Objekt über das Gasnetz der KELAG versorgt wird. Mit dem ortskundig anwesenden Personal wurde ein weiterer Zugang zum Kellerbereich gesucht und in Form von zwei Kunststofflichtkuppeln im südlichen an die Tirolerstrasse angrenzenden Gebäudebereich gefunden. Nach Öffnen von einer Kuppel und Einsetzen eines Druckbelüfters traten in diesem Bereich der Brandrauch aus und schlagartig verbesserte sich die Sicht im Einsatzbereich, so dass gezielte Löscharbeiten vom Angriffstrupp vorgenommen werden konnten. Mittlerweilen war ein Atemschutzsammelplatz eingerichtet worden und die eingetroffenen Fahrzeuge der Feuerwehr St.Peter-Spittal in Bereitschaft beordert. Als nächstes Problem erwies sich, dass von neugierigen Patienten der im Süden liegenden Krankenzimmern, die Fenster geöffnet wurden und dadurch die Gefahr des eindringen von Rauchgasen in die Räumlichkeiten nicht auszuschließen war.

Nach “Brand aus” wurde die zweite Lichtkuppel geöffnet und eine intensive Ausleuchtung des Brandortes vorgenommen. Jetzt konnte man das Ausmaß des Brandes erkennen. So waren auf Grund der enormen Brandbelastung sämtliche Kunststoffteile der Elektroinstallation sowie der Sanitärinstallation geschmolzen bzw. verbrannt. Als „Glück im Unglück“ erwies sich, dass auf Grund der Abgeschlossenheit dieses Kellerteiles die Brandausbreitung auf Grund Sauerstoffmangels nur zögerlich und unvollkommen mit starker Brandgasentwicklung vor sich ging. Die Überprüfung der Gaszuleitung zu den Heizkesseln ergab, dass diese etwas erwärmt waren, aber glücklicherweise der Brandhitze standgehalten hat, denn ein Bersten der Leitungen hätte für die Vorort tätigen Löschtrupps fatale Folgen gehabt.

Eine Kontrolle der angrenzenden Räume ergab, dass über Mauerdurchbrüche, abgeschnittene Heizungsrohre, Brandrauch gedrungen war, der mittels Druckentlüfter beseitigt werden musste. Diese Mauerdurchbrüche waren es auch, die zu einer Auslösung eines Brandmelders um 04:53 Uhr im Liftschacht im 3. Obergeschoß geführt haben (das Krankenhaus ist nur zum teil mit einer Brandmeldeanlage ausgestattet und nicht direkt an die Feuerwehr angeschlossen). Eine weitere Meldung im Kellerbereich um 04:56 Uhr, wurde wahrscheinlich durch das Öffnen der Türen im Heizungsbereich verursacht. So ist vom ersten Melderalarm um 04:53 Uhr bis zur Alarmierung der Feuerwehr um 04:58 Uhr wertvolle Zeit vergangen, die in weiterer Folge zu einer unnotwendigen Ausweitung des Brandschadens geführt haben. Als erschwerend kam noch dazu, dass zum Ereignisszeitpunkt das Krankenhaus eine Minimalbesetzung an ärztlichem Personal und Pflegepersonal aufweist und im Evakuierungsfall sich dies negativ ausgewirkt hätte. Der vom Krankenhaus aufliegende Alarmplan wurde von den verantwortlichen des Nachtdienstes auch nicht aktiviert, sodass weder die ärztlich bzw. der sicherheitsverantwortlichen Personen alarmiert wurden.

Die Einsatztätigkeit wurde nach gänzlicher Belüftung der betroffenen Gebäudeteile um 06:15 Uhr abgeschlossen.

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