Wohnungsbrand Bahnhofstr. 5/7.Stock
23 Mai 2002, 19:11
Am 23.05.2002 wurde die Feuerwehr Spittal/Drau um 17:45 Uhr über Sirnenalarm zu einem Wohnungsbrand in der Bahnhofstrasse gerufen. Der Brandort befand sich im 7. Stock des 9 stöckigen Wohnhauses. Schon bei der Zufahrt zum Einsatzort hat sich die Besatzung des ersten Tanklöschfahrzeuges mit Atemschutz ausgerüstet. Weiters wurden ein Bioversallöscher sowie ein Pulverlöscher zur betroffenen Wohnung mitgenommen. Die Schlauchleitung für einen Innenangriff wurde vorbereitet und die DLK 30 nahm im östlichen Gebäudebereich Stellung, um einen eventuell erforderlichen Aussenangriff vorzunehmen. Die Bewohner der Wohnung - eine Frau mit zwei kleinen Kindern konnte flüchten und wurde vom vor Ort anwesenden Feuerwehrarzt ärztlich erstversorgt.
Die Atemschutzträger fanden eine total verrauchte Wohnung vor und versuchten sofort den Brandherd zu lokalisieren und wurde rasch fündig. Im Bad war ein Spiegelschrank in Brand geraten und hat, da er aus Kunststoff bestand, für eine starke Verrauchung und Verrußung der Wohnung geführt. Vom Schrank war außer einigen geschmolzenen Plastikteilen nicht mehr viel übrig. Handtücher in der unmittelbaren Nähe haben auch gebrannt und wurden mit dem Duschschlauch der Badewanne gelöscht.
Nachdem ein geeignetes Fenster geöffnet und alle anderen Wohnungstüren geschlossen wurden, begann man mit der Druckblüftung des Stiegenhauses. Diese Maßnahme führte dazu, dass ein über dem betroffenen Stockwerk wohnender Hausbewohner, sämtliche Türen im Dachgeschoss öffnete und vorerst eine wirksame Entrauchung der Wohnung verhinderte. Erst ein Gespräch mit ihm führte dazu, dass die Türen geschlossen blieben. Doch er vermittelte uns den Eindruck durch verbale Attacken , dass er mit unseren Maßnahmen nicht einverstan-den ist. Da es in letzter Zeit vermehrt zu solchen Missverständnissen bezüglich der Einsatz-führung der Feuerwehr gekommen ist, werden wir versuchen durch Aufklärungsarbeit und Berichte in der Stadtzeitung die Bevölkerung über “richtiges Verhalten im Brandfall in Wohnungsanlagen aufzuklären. In der Wohnung selbst ist der Brandschaden relativ gering - der Schaden, der durch die Verrußung entstanden ist, war auch in diesem Fall wesentlich höher. Auch der Zeitpunkt des Brandausbruches war unter diesen Umständen für die Bewohner günstig. Hätte sich das Ereig-nis in der Nacht zugetragen, wäre der Fluchtweg abgeschnitten gewesen. Weiters hätte ein Heimbrandmelder hier sicherlich wertvolle Dienste erwiesen und hätte zu einer vorzeitigen Alarmierung der Bewohner geführt.
HBI BRUNNER Franz
Statistik
| Einsatzart Mannschaft Einsatzdauer Fahrzeuge |
Brand/Kleinbrand 27 Mann 0h 59 KDOF TLF 4000-1 TLF 4000-2 DLK 30 |
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