24 Juni 2002, 16:42
nach Brand eines Untertischboilers im Waschraum gesamter 1.Stock verraucht 1Person verdacht auf Rauchgasvergiftung. Verständigung des Roten Kreuzes Rauchfreimachen mit Druckbelüfter.
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14 Juni 2002, 00:57
Die besonderen Gefahren bei Fahrzeugbränden auf den Strassen wurde bei einem LKW Brand am 14. Juni 2002 auf der Tauernautobahn, Fahrtrichtung Villach, in Höhe von Rothenthurn dramatisch vor Augen geführt.
ALARMIERUNG
Um 00:48 Uhr wurde die Feuerwehr St.Peter-Spittal durch Sirenenalarm verständigt – Einsatzmeldung „ LKW-Brand auf der TAB Fahrtrichtung Villach“. Mit Tank 2000, LFB und KRF wurde die Unfallstelle angefahren. Nach dem Eintreffen der alarmierten Feuerwehr wurde folgend angeführte Lage vorgefunden: Bei einem LKW – Zug waren die Zwillingsreifen der beiden hinteren Achsen der Zugmaschine in Brand geraten und standen zum Zeitpunkt des Eintreffens der Einsatzkräfte im Vollbrand. Der Lenker des Lastkraftwagens war nicht ansprechbar. Sofort wurde mit den Löscharbeiten begonnen und vom Einsatzleiter OBI Geier Ernst über die LAWZ die Alarmierung der Feuerwehr Spittal/Drau um 00:57 Uhr veranlasst.
GEFAHRGUT
Die Löscharbeiten wurden mit Schaum und Wasser und auf Grund der starken Rauchentwicklung mit schwerem Atemschutz vorgenommen. Weiters wurde die Bordwand geöffnet und zum Schrecken der Feuerwehr wurden 3 Container mit Gefahrgut auf der Ladefläche sowie Holzfenster, die auch bereits in Brand geraten waren, festgestellt. Eine Kontrolle der Gefahrgutbehälter ergab, dass diese „Gottseidank“ leer waren. Die auf den Behältern aufscheinende U.N.Nr. 3101 und Gefahrzettel weisen auf einen „Besonders Explosionsgefährlichen Stoff“ hin (Organische Peroxide). Auf Grund der Brandentwicklung wurde die anrückende Feuerwehr Spittal/Drau, die mit TANK 4001 und KDOF ausgerückt war, aufmerksam gemacht, dass der Wasservorrat des Tank 2000 St.Peter-Spittal zu Ende geht. Noch vor Eintreffen der nachalarmierten Feuerwehr Spittal/Drau konnte der Brand unter Kontrolle gebracht werden. Als Erstmaßnahme wurde die Speisung des Tanklöschfahrzeuges 2000 St.Peter- Spittal, sowie die Brandbekämpfung mit HD-Rohr vorgenommen.
BRANDBELASTUNG
Der mit der Feuerwehr Spittal/Drau ausgerückte Feuerwehrarzt kümmert sich in weiterer Folge um den unter Schock stehenden Lenker des Fahrzeuges und stellt bei diesem Verletzungen (Explosionstrauma) im Gesicht fest. Weiters wurden Verletzungen im Bereich des Oberkörpers festgestellt. Diese sind laut Aussage des Lenkers, bei der Kontrolle der brennenden Reifen verursacht worden, die bei dieser Tätigkeit unvermutet explodiert sind. Durch die enorme Hitze wurde auch der in unmittelbarer Nähe angebrachte Treibstofftank in Mitleidenschaft gezogen. Der Behälter aus Aluminium hielt der Brandbelastung nicht stand und schmolz auf der Oberseite zusammen, sodass der Treibstoffbehälter auf der Oberseite offen war. Aus diesem Grund wurde GSF-Spittal/Drau angefordert, dass in weiterer Folge ca. 480 Liter Diesel aus dem beschädigten Tank entsorgt. Da im Bereich des Führerhauses starke Rauchentwicklung zu verzeichnen war, wurde dieses gekippt und nach etwaigen Brandherden kontrolliert.
ERKENNTNISSE
Dieser Einsatz hat wieder gezeigt, dass man auf alles vorbereitet sein muss und Einsätze dieser Art mit größter Vorsicht vorzutragen sind. Gefahrgut- deklariert oder nicht deklariert, explodierende Reifen, verletzte Personen und eventuell zur Neige gehende Löschmittel sind Faktoren, die den Einsatzerfolg wesentlich beeinflussen können.
HBI BRUNNER Franz
Statistik
Einsatzart Mannschaft Einsatzdauer Fahrzeuge |
Brand/Mittelbrand 31 Mann 1h 48 KDOF TLF 4000-1 GSF |
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