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post Silobrand Fa. Scheiflinger

22 Oktober 2002, 08:41

Brand im Hackschnitzelforatsbehälter aus Eisen der Firmen eigenen Heitzung. Löschen und Ausräumen des Behälters mit hilfe eines LKW des Stätischen Wirtschaftshofes (Greifer).

Statistik

Einsatzart
Mannschaft
Einsatzdauer
Fahrzeuge
Brand/Mittelbrand
12 Mann
1h 49
KDOF TLF 4000-1 TLF 4000-2

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post VU Baldramsdorfer Landestrasse Draubrücke

19 Oktober 2002, 05:09

Alkohol und hohe Geschwindigkeit waren der Auslöser eines Verkehrsunfalles, der sich am 19.10.2002 in den Morgenstunden auf der Baldramsdorfer Landesstrasse, kurz vor der Draubrücke, am Ortsende von Spittal/Drau ereignete.

Die Einsatzmeldung um 05:09 Uhr „Verkehrsunfall bei der Drau, in Höhe der Liesermündung „ sorgte anfänglich für Rätselraten, wo sich der Einsatzort tatsächlich befindet. Eine Rückfrage bei der LAWZ führte zum Entschluss die angegebene Unfallstelle über die Baldramsdorfer Landesstrasse anzufahren – dies stellte sich in weiterer Folge als richtig heraus.

Der PKW war in einer starken Rechtskurve geradeaus gefahren, eine kleine Böschung passiert und über eine ebene Wiese ist das Fahrzeug dann über eine weitere Böschung, ca 8 Meter in Richtung Flussbett der Drau gestürzt. Hier kam das Fahrzeug seitlich auf der Beifahrerseite zum Liegen.

Das bereits vor Ort anwesende Rote Kreuz kümmerte sich um die beiden Insassen, die sich selbst aus dem Auto befreien konnten.
Eine weitere Person – ein Mädchen lag außerhalb des Fahrzeuges und wurde durch die Beifahrertüre bzw. durch den Rahmen dieser Türe eingeklemmt. In Absprache mit dem Notarzt wurde vereinbart, die Verletzte mittels Bergeschere zu befreien. Vorerst vergewisserten wir uns aber, ob die Gefahr eines Nachrutschen des Fahrzeuges möglich wäre.

Noch während der Vorbereitung der hydraulischen Rettungsgeräte gelang es das Mädchen aus dem Fahrzeug zu befreien und das Team des Notarztfahrzeuges begann mit der Notversorgung der Verletzten, die sich schwere Gesichtsverletzungen zugezogen hatte.

Mittels dem Kran des SRF-K und einer Bergetrage mit Gehänge wurde in weiterer Folge die Verletzte auf die Draubrücke geborgen, wo sie vom Notarztwagen übernommen wurde. Nach der Unfallaufnahme der Gendarmerie wurde die Bergung des Fahrzeuges vorbereitet, da nicht ausgeschlossen werden konnte, dass austretendes Öl bzw. Treibstoff eine Umweltgefährdung auslösen könnte.

Als Anschlagpunkte für die Seilbergung wurde die Hinterachse gewählt und nach Entfernen der Büsche und Bäume aus dem Bergebereich wurde mittels Seilwinde die Bergung begonnen.
Das Fahrzeug wurde auf Grund des Anschlagpunktes wieder aufgerichtet und konnte mühelos bis zur Strasse gezogen werden, wo es von einem Bergeunternehmen übernommen werden konnte.

HBI BRUNNER Franz

Statistik

Einsatzart
Mannschaft
Einsatzdauer
Fahrzeuge
Hilfeleistung/eingeklemmte Person
26 Mann
1h 21
KDOF TLF 4000-2 DLK 30 SRF-K

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post LKW Unfall A10 vorm Katschbergtunnel

1 Oktober 2002, 00:05

Am 01.10.2002 kam es auf der A10 zu einem folgenschweren Verkehrsunfall, an dem mehrere Lastkraftwagen, sowie mehrere Personenkraftwagen beteiligt waren. Die Alarmierung erfolgte um 00:05 Uhr und KDOF, TANK 4002 sowie SRF-K rückten unverzüglich zur Unfallstelle aus.

Verkehrsmäßige Situation
Auf der Tauernautobahn werden Sanierungsarbeiten durchgeführt. Weiters werden im Katschbergtunnel Reinigungsarbeiten durchgeführt. Die Baustellen sowie Hinweise auf die Ampelregelung bzw. Staubildung werden durch Verkehrsleiteinrichtungen angekündigt. Dadurch gibt es kurz vor dem Tunnelportal eine Ampelregelung, die den Einbahnverkehr regelt und in diesem Bereich fand der folgenschwere Unfall statt.

Folgenschwerer Auffahrunfall
Ein Sattel-Zug hat anscheinend einen vor ihm angehaltenen LKW-Zug übersehen und ist frontal auf diesen aufgefahren. Durch die Wucht des Aufpralles wurde der LKW- Zug nach vorne geschoben und der vor diesem Fahrzeug stehende Geländewagen mit einem Bootsanhänger, wurde auf einen weiteren Sattel-Zug geschoben.

Als wir die Einsatzstelle erreichten, versuchte man gerade den teilweise unter dem LKW eingeklemmten Bootsanhänger zu beseitigen. Der im KDOF mitgefahrene Feuerwehrarzt Dr. Zeichen verschaffte sich auf der Unfallstelle eine Übersicht im Bezug auf Verletzte.

Bergearbeiten
Mit dem Einsatzleiter Rennweg wurde vereinbart, dass die Bergearbeiten mit der Seilwinde des SRF-K durchgeführt werden und dass ein Fahrzeug nach dem anderen weggezogen wird, um einen Zugang zu dem Lenker des aufgefahrenen Sattelfahrzeuges zu schaffen.

Der Bootsanhänger konnte ohne Probleme geborgen werden. Schwieriger war es den LKW aus dem Einsatzbereich zu beseitigen. Die Ladung bestand aus drei großen Aluminiumrollen, die je ein Gewicht von ca 6 t hatten. Erschwerend war, dass die Federspeicher bei der Bremsanlage geschlossen waren und dadurch die Räder blockiert waren. Doch mit der Seilwinde des SRF mit einer Zugleistung von 16 KN gelang es das Fahrzeug auf den Pannenstreifen zu schleppen.

Jetzt galt es den Anhänger auf den der Sattelschlepper aufgefahren war zu bergen. Das Führerhaus mit dem Unfalllenker hat sich in die Rückseite des Anhängers gebohrt und vom Führerhaus war nur mehr der Teil der Schlafkoje sichtbar.

Der Anhänger war wie das Zugfahrzeug mit drei Rollen Aluminium beladen und die hintere Rolle hat sich mit dem Führerhaus des aufgefahrenen Fahrzeuges verkeilt. Über einen kleinen Spalt war die Hand des Lenkers sichtbar und der anwesende Notarzt kann leider nur mehr den Tod des Mannes feststellen.

Ein erster Versuch die beiden Fahrzeuge zu trennen, scheiterte. Weiters versuchten die Kameraden der Feuerwehr Rennweg die Ladung mittels Hubzug nach vorne zu ziehen – doch auch dies war auf Grund des Gewichtes nicht möglich. Die Möglichkeit den Anhänger auf der Rückseite mittels hydraulischen Winden zu heben, konnte nicht durchgeführt werden, da kein stabiler Ansatzpunkt für die Hebeeinrichtung vorhanden war. Daher wurde vereinbart die Rollen mittels der Seilwinde des SRF von der Ladefläche zu entfernen. Nach Entfernen der Transportsicherungen konnte eine Rolle nach der anderen herunter gezogen werden.

Folgeunfall am Stauende
Während dieser Arbeiten wurde den Einsatzkräften mitgeteilt, dass es zu einem weiteren Auffahrunfall am Ende der Warteschlange gekommen war und an dem ebenfalls Lastkraftwagen beteiligt waren. Das Tanklöschfahrzeug der Feuerwehr Gmünd wurde gemeinsam mit einem Fahrzeug der Feuerwehr Rennweg zu diesem Einsatz abgezogen.

Die Bergung des Anhängers gelang in weiterer Folge. Auch der zu Tode gekommene Lenker des Unglückfahrzeuges wurde aus dem Wrack geborgen.

Hektik kam auf als festgestellt wurde, dass die Ladung des LKW – Eierteigwaren, des Folge Unfalles zu brennen, begannen. Aus diesem Grund wurde die Feuerwehr Seeboden nachalarmiert.

SRF-K und TANK 4002 wurden ebenfalls zum Folgeunfall angefordert. Hier bot sich das gleiche Bild wie beim vorhergegangenen Unfall. Ein Sattelzug war anscheinend ungebremst in das Ende der wartenden Fahrzeuge gerast. Ein Personenkraftwagen mit einem Anhänger wurde zwischen den beiden Lastkraftwagen eingeklemmt und zermalmt. Die Wucht des Aufpralles war so groß, dass das Führerhaus durch die Ladung ca 1 Meter in Fahrtrichtung geschoben wurde. Auf Grund der vorgefundenen Lage, grenzt es an ein Wunder, dass bei diesem Ereigniss keine Personen zu Tode gekommen sind. Der Lenker des PKW konnte sich in letzter Sekunde aus dem Fahrzeug retten, zog sich bei dieser Flucht aber durch herum fliegenden Fahrzeugteilen schwere Verletzungen zu.

Vom vor Ort anwesenden Feuerwehrarzt wurde später geschildert, dass die Ladung nachdem sie zu brennen begonnen hatte, der Verbrennungsvorgang durch lautes Zischen und explosionsartiger Brandausbreitung begleitet wurde. Die sofort eingeleiteten Löschmaßnahmen der Feuerwehren Gmünd und Seeboden waren erfolgreich und ein Ausbreiten des Brandes auf die gesamte Ladung konnte verhindert werden.

Bei der anschließenden Bergung der verunfallten Fahrzeuge zeigte es sich, dass es auch hier vorerst mit den herkömmlichen Mitteln nicht möglich war, die verkeilten Fahrzeuge zu trennen. Erst mit der Seilwinde des SRF-K konnten die Fahrzeuge getrennt werden.

Resümee
Nach ca 4 Stunden war unser Einsatz beendet. Das bei diesen beiden Unfällen nicht mehr Personen zu Schaden gekommen sind, grenzt an ein Wunder. Er hat auch gezeigt, dass bei Unfällen mit Lastkraftwagen, Kräfte wirken, die an Feuerwehren große Anforderungen stellen und die meist mit den zur Verfügung stehenden Mitteln nur schwer bewältigt werden können. Es sind daher bei der Erstalarmierung, Feuerwehren mit Sonderausrüstung in den Alarmierungsablauf einzubinden, um einen lückenlosen zeitlichen Einsatzablauf zu gewährleisten.

Weiters ist dieser Unfall eine dramatische Fortsetzung des Massencrash auf der Westautobahn bei dem 8 Personen ums Leben gekommen sind. Solche Unfälle stellen eine hohe psychische Anforderung an alle beteiligten Einsatzkräfte. Man sollte sich von verantwortlicher Seite Gedanken machen, welche präventiven Maßnahmen gesetzt werden müssen, um in Zukunft solche Ereignisse zu verhindern.

HBI BRUNNER Franz

Statistik

Einsatzart
Mannschaft
Einsatzdauer
Fahrzeuge
Hilfeleistung/Verkehrsunfall
29 Mann
3h 25
KDOF TLF 4000-2 SRF-K

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