VK- Unfall A -10 vor dem Katschbergtunnel
17 Februar 2004, 22:54
Verkehrsunfall mit mehreren LKW’s vor dem Katschbergtunnel“ mit dieser Einsatzmeldung wurde am 17.02.04 um 22:54 Uhr die Feuerwehr Spittal/Drau im Zuge der Alarmstufe II mit den Feuerwehren Rennweg, Gmünd, Eisentratten und St.Peter-Rennweg mitalarmiert.
Die Ausfahrt erfolgte mit KDOF, SRF-K und Tank 4002. Zum Alarmierungszeitpunkt war ein relativ starker Verkehr auf der A10 Richtung Salzburg zu verzeichnen und wir wurden bei der Anfahrt zur Unfallstelle von vielen PKW’s überholt.
Die Zufahrt zur Unfallstelle erfolgte nach Rücksprache mit der Einsatzleitung Rennweg wechselseitig über die Überholspur bzw. dem Pannenstreifen.
An der Unfallstelle bot sich folgendes Bild: Kurz vor dem Katschbergtunnel war es auf Grund einer Ampelregelung zu einem Auffahrunfall auf der ersten Fahrspur gekommen, in den ein Sattelschlepper und ein LKW – Zug verwickelt waren. Der aufgefahrene LKW-Zug hat sich in die Ladefläche des vor ihm stehenden Sattelschleppers gebohrt. Durch die Aufprallwucht wurde das Führerhaus des vor ihm auf Grund der Ampelregelung anhaltenden Sattelzuges nach hinten verschoben. Alle in den Führerhäusern befindlichen drei Personen haben durch den Aufprall schwerste Schädelverletzungen erlitten.
Die Verletzten wurden durch drei anwesende Notärzte, unter ihnen auch der Feuerwehrarzt Dr. Johann Zeichen gemeinsam mit dem Roten Kreuz, nachdem von den Feuerwehren der Zugang zu ihnen geschaffen wurde, erstversorgt. Die Bergung der Verletzten ist gemeinsam mit dem Roten Kreuz und den örtlichen Feuerwehren durchgeführt worden, denen ich für die perfekte und schonende Bergung aus den Führerhäusern meine Hochachtung ausspreche.
Wie schon angeführt, standen die Unfallfahrzeuge auf der ersten Fahrspur – die Überholspur sowie der Pannenstreifen waren ohne Behinderung befahrbar. Gemeinsam mit dem Einsatzleiter HBI Andreas Egger wurden Maßnahmen zur Bergung der verunfallten LKW’s erkundet. Dies war aber auf Grund des technischen Zustandes der beiden Unfallfahrzeuge nicht möglich, sodass die Autobahngendarmerie ein Bergeunternehmen aus Villach mit der Fahrzeugbergung beauftragte.
Der Unfall hat sich fast an der gleichen Stelle wie am 1.10.2002 zugetragen und hat dramatisch aufgezeigt, dass die Lenker von Schwerfahrzeugen vor allem in der Nacht total überfordert sind. Ich will gar nicht nachdenken, was mit einem oder mehreren PKW’s passiert wäre, wenn diese mit in den Unfall verwickelt worden wären.
Dieser Unfall hat auch gezeigt, dass für die Bergung von verunfallten Personen aus LKW’s Bergetechniken geübt werden müssen und für diese auch Vorkehrungen zur Bergung in Form von Ausrüstung mitgeführt wird. So haben die vor Ort von den Feuerwehren verwendeten Bergebretter sowie Leitern in entsprechender Länge wertvolle Hilfe bei der Bergung geleistet.
Weiters hätte die Verwendung von Sicherheitsgurten den Verletzungsgrad der im Führerhaus befindlichen Personen wesentlich herabgesetzt.
Diese Unfälle sollten auch für uns ein Signal sein, Sicherheitsgurten bei Einsatzfahrten – wenn vorhanden anzulegen.
HBI BRUNNER Franz
Statistik
| Einsatzart Mannschaft Einsatzdauer Fahrzeuge |
Hilfeleistung/Verkehrsunfall 29 Mann 2h 6 KDOF TLF 4000-2 SRF-K |
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