Wohnungsbrand
18 Oktober 2008, 03:43
Knapp an einer Katastrophe vorbei ……
Am Samstag, dem 18. Oktober um 03.30 Uhr wurden wir zu einen Wohnungsbrand im Ortsgebiet von Spittal/Drau – in die Lederergasse gerufen – Einsatzmeldung „vermutlicher Wohnungsbrand“. Beim Eintreffen des ersten Fahrzeuges – DLK war starker Rauchaustritt aus einem Fenster des Dachgeschoßes wahrnehmbar und unverzüglich ein Innenangriff mit Atemschutz über das Stiegenhaus mit dem mittlerweilen eingetroffenen Tank 4002, vorgenommen. Bei der Verlegung der Angriffsleitung in das Dachgeschoß wurden wir von der bereits vor Ort anwesenden Polizei unterstützt.
Da die Bewohnerin der Wohnung bereits von einem Nachbar geborgen war, konnte der Atemschutztrupp mit den Löscharbeiten beginnen. Parallel zum Löschangriff wurde ein Druckbelüftungsgerät in Stellung gebracht und ein weiterer Löschangriff über die DLK mit dem 2. Tank 4002 vorgenommen.
Der Brand konnte rasch unter Kontrolle gebracht werden und nach Abzug der Brandgase das Schadenausmaß in Augenschein genommen werden. Da der Ausbau des Dachgeschoßes in Riegelbauweise erfolgte, wurden vorsorglich Temperaturmessungen mit dem digitalen Fernthermometer im Dachboden sowie in den angrenzenden Räumen vorgenommen.
Im Schlafzimmer waren tiefe Einbrandspuren nach der Beseitigung des Bettes und der Matratzen auf dem Boden feststellbar. Weiters ist es auf Grund der Hitze zu Abplatzungen des Deckenputzes gekommen und der Putzträger -Schilfmatten bzw. die Bretterschalung waren bereits frei und es bestand die Gefahr , dass sich der Brand, wenn er nicht so rasch unter Kontrolle gebracht worden wäre, sich auf den Dachboden bzw. auf den Dachstuhl ausgeweitet hätte.
Dieser Umstand hätte sich fatal auswirken können, da es sich hier um ein eng verbautes Gebiet handelt und eines der älteren Stadteile unseres Ortsgebietes ist.
Der Brand wurde, wie schon oft, von einem Zeitungsausträger bemerkt und er hat durch lautes Schreien die Hausbewohner alarmiert. Ein Nachbar ist sofort in das Dachgeschoß gelaufen und hat die betagte Wohnungsinhaberin mit einer kleinen Gießkanne in der Hand, im stark verrauchten Vorraum angetroffen. Sie wollte den bereits stark ausbreitenden Brand, der durch eine Heizmatte ausgelöst wurde, selber löschen. Die betagte Frau wurde vom beherzten Nachbar ins Freie gebracht und so vor größeren körperlichen Schaden bewahrt und anschließend durch das Rote Kreuz zur Kontrolle in das Krankenhaus transportiert.
Am Einsatz waren 20 Mann, 2 Tanklöschfahrzeuge und die DLK eingesetzt. Weiters waren 2 Mann der örtlichen Polizei sowie ein Rettungsfahrzeug mit 2 Sanitätern vor Ort.
Statistik
| Einsatzart Mannschaft Einsatzdauer Fahrzeuge |
Brand/Mittelbrand 20 Mann 1h 43 TLF 4000-1 TLF 4000-2 DLK 30 |
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